1. Damen

Liga: Hamburg Liga

4-Punkte-Heimspieltag

Der dritte Sieg in Folge ließ die Frauen des HandballTeams Norderstedt ausgiebig jubeln. Foto: mai

Die HTN-Teams der Herren und Damen siegen beide in eigener Halle

Kein Sekt zum Anstoßen in der Halle. Auf solch eine Situation waren die Oberliga-Teams des HandballTeams Norderstedt nicht vorbereitet. Dabei gab es einen guten Grund zum Feiern für die beiden Schlusslichter: Zum ersten Mal in der Saison siegten Damen und Herren.

Norderstedt (mai). Zudem zu Hause. Die Frauen setzten sich mit 25:20 gegen den VfL Bad Schwartau durch, zwei Stunden später legten die Männer mit einem 35:30 gegen den TV Fischbek nach.
„Ich hab das Gefühl, der 23:20-Sieg vor zwei Wochen bei der SG Wilhelmsburg hat bei uns im Team einen Schalter umgelegt", sagte HTN-Kapitänin Anika Hoffmann nach dem Sieg gegen Bad Schwarau. HTN-Trainer Steffen Liepold konnte die Veränderung vor allem im Angriff konkretisieren. „Früher haben wir beim ersten Kontakt mit dem Gegner sofort abgespielt, nun gehen wir jetzt konsequenter auf die Deckung drauf, schaffen dadurch Lücken für die Nebenspieler", analysiert der Coach.
Der Sieg gegen den VfL war der dritte Erfolg in Serie. Ein bis dato unbekanntes Gefühl für das Team in dieser Saison. Zwischen den beiden Oberligasiegen konnten die Frauen noch im Hamburger Pokal-Viertelfinale mit 22:21 beim TH Eilbeck gewinnen. „Jetzt starten wir auch in der Oberliga eine Serie", sagt Anika Hoffmann lachend. Das wird schwer. Denn Sonntag muss das HTN beim Tabellenneunten HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen antreten.
Durch den Erfolg der Frauen beflügelt, legten die Norderstedter Männer nach. Beim 35:30- Sieg gegen den TV Fischbek zeigten die Norderstedter im bisherigen Verlauf selten gezeigte Offensivqualitäten. „Wir haben bei unseren Niederlagen so viel verballert. Das haben wir heute besser gemacht", sagte HTN-Keeper Timo Schmidt nach dem Spiel. Das HTN profitierte davon, dass die beiden Urlauber Tom und Felix Minners wieder mitspielen konnten. Und auch die lädierte Achillessehne von Henning Scholz hielt, wie zwölf Tore des sprunggewaltigen Rückraumspielers zeigten.
HTN-Interimstrainer Sven Vörtmann freute sich über den dritten Saisonsieg. „Damit haben wir schon doppelt so viele Siege wie unter meinem Vorgänger Florian Korte geholt. Und es sind noch sieben Spieltage in der Rückrunde zu spielen", konnte sich Vörtmann einen schelmischen Seitenhieb auf den in der Winterpause beurlaubten Trainer nicht verkneifen. Doch er lässt sich schnell von der Realität wieder einholen. „Wir haben eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt. Es sind sechs Punkte Rückstand und noch sieben Spiele. Aber wir müssen noch gegen THW Kiel, HG Hamburg-Barmbek oder wie dieses Wochenende beim MTV Herzhorn spielen", sagt Vörtmann.
Das klingt nach einer Rückkehr in die Hamburg-Liga. Die werden die Damen mit neuem Trainer bestreiten: Benedict Oldag übernimmt das Team am Saisonende von Steffen Liepold, der sich auf seine Arbeit als Geschäftsführer beim Norderstedter SV vorbereitet.

Erschienen in der Wochenzeitung MARKTExtra am 11. März 2017

11. März 2017

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