1. Damen

Liga: Oberliga HH/SH

HT Norderstedt verpasst erstes Erfolgserlebnis

Anika Hoffmann (HandballTeam Norderstedt) erzielte neun Tore.

Das punktlose Oberliga-Schlusslicht verliert trotz guter Leistung 29:31 gegen den Bredstedter TSV

NORDERSTEDT :: Das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison war zum Greifen nah, die Frauen des HandballTeams Norderstedt (Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein) standen gegen den Bredstedter TSV ganz dicht vor einer Überraschung. Am Ende verlor das nach 15 Partien immer noch punktlose Schlusslicht dann aber doch mit 29:31 (13:17) und versäumte es, sich für eine kämpferisch gute Leistung und viele ansehnliche Aktionen zu belohnen.
Die Norderstedterinnen, die nur elf Spielerinnen aufbieten konnten, hatten zu Beginn der Partie das Heft fest in der Hand. „Leider haben wir es in dieser Phase versäumt, unsere Führung auszubauen. Stattdessen haben wir die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit komplett verschlafen und vier Gegentore nacheinander kassiert. Was da los war, kann ich mir nicht erklären“, sagte HTN-Trainer Steffen Liepold.
Die Folge: In Durchgang zwei mussten die Gastgeberinnen stets einem Rückstand hinterherlaufen und schafften es nicht, den Ausgleich zu erzielen. Was nach dem Schlusspfiff blieb, war der positive Gesamteindruck. „Die Mädels haben sich als Einheit präsentiert und nie aufgegeben. Meine Mannschaft hat sich entwickelt und diesmal auch im Angriff richtig gut gespielt“, so Liepold. Erfolgreichste Werferin des HTN war Anika Hoffmann, die vier Feldtore erzielte und außerdem fünf Siebenmeter verwandelte.

Die Männer des HandballTeams Norderstedt gingen ebenfalls leer aus und verloren gegen den Tabellenzweiten der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz, deutlich mit 22:32 (10:19). Trainer Sven Vörtmann freute sich zunächst über einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft, die in der ersten Halbzeit sogar in Führung gehen konnte. Doch die individuelle Klasse der gegnerischen Spieler, von denen einige Erst- oder Zweitligaerfahrung besitzen, war dann doch zu groß. „Wir haben wieder zu viele Fehler gemacht, und die HSG Ostsee ist schnell mit fünf, sechs Toren davongezogen.“
Die HTN-Crew ließ den Frust leider nicht in der Kabine, sondern nahm ihn nach der Pause wieder mit aufs Feld. „Auch die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs waren nicht gut. Erst danach haben wir uns gefangen“, sagte der Coach, der den Klassenerhalt noch nicht abgehakt hat. „Wir können den Abstieg verhindern. Die Gegner, die wir schlagen müssen, kommen noch.“
Bis die Duelle gegen die vermeintlich leichteren Konkurrenten anstehen, dauert es allerdings ein wenig. Am Sonnabend geht’s zum Ex-Verein von Sven Vörtmann, dem Tabellensiebten TSV Hürup. Eine Woche später empfangen die Norderstedter den Oberliga-Fünften FC St. Pauli. (pam)

Tore der HTN-Frauen: Anika Hoffmann (9/davon 5 Siebenmeter), Sandy Jill Jeske (5), Sophia Nemitz (4), Janine Mielsch (3), Emma Petters, Christine Köhn, Saskia Mielsch (je 2), Talika Heidhoff, Judith Ahrens (je 1). 

Erschienen im Hamburger Abendblatt, Regionalausgabe Norderstedt, am 07. Februar 2017 

07. Februar 2017

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