1. Damen

Liga: Hamburg-Liga

Handballfrauen jubeln über den Klassenerhalt

Geschafft! In der Umkleidekabine der HTN-Frauen ging's nach dem Schlusspfiff hoch her. FOTO: JANINA PEPER - Der gelernte Kreisläufer Ole Werner kann auch im Rückraum spielen. Ihm gelangen gegen den Barmstedter MTV zwei Tore. FOTO: ANNE PAMPERIN

Hamburg-Liga-Mannschaft des HT Norderstedt besiegt die HG Hamburg-Barmbek in einem dramatischen Match mit 22:21

ANNE PAMPERIN

NORDERSTEDT :: Das war nichts für schwache Nerven! Der letzte Spieltag in der Hamburg-Liga der Handballfrauen war an Spannung kaum zu überbieten. Als Schiedsrichter Rainer Borbert (Schenefeld) die Partie zwischen dem HT Norderstedt und der HG Hamburg-Barmbek beendete, ging ein Aufschrei der Erleichterung durch das Schulzentrum Süd. Die Gastgeberinnen hatten den zuvor punktgleichen Tabellennachbarn in einem hochdramatischen Match mit 22:21 (12:11) besiegt und dadurch den Abstieg in die Landesliga aus eigener Kraft verhindert.
Wie groß die nervliche Anspannung gewesen war, wurde nach dem Abpfiff deutlich. Die Norderstedterinnen fielen sich um den Hals, jubelten und hüpften ausgelassen vor Freude im Kreis herum. Auch die eine oder andere Freudenträne kullerte über die Wangen.
Die Erleichterung, den Hamburger Konkurrenten auf der Zielgeraden noch überholt zu haben, war auch Coach Bernd Haarbrücker anzumerken. „Ich dachte eigentlich, dass in der 38. Minute beim Stand von 16:11 für uns alles klar ist. Doch dann haben die Barmbekerinnen sieben Tore in Folge gemacht und und sind mit zwei Treffern in Führung gegangen. Das war wirklich stressig“, sagte der 60-Jährige, der erst vor vier Wochen das Traineramt von Benedict Oldag übernommen hatte. Sein Fazit: „Hauptsache, wir haben die Klasse gehalten. Alles andere ist jetzt unwichtig. Nun können wir vernünftig für die nächste Spielzeit planen.“
Haarbrücker, der das Frauenteam des HT Norderstedt auch in der kommenden Serie betreuen wird, hatte seine Mannschaft zum Saisonfinale mit einigen Routiniers verstärkt. „Ich spiele normalerweise in der dritten Mannschaft und habe ausnahmsweise ausgeholfen. Es hat wirklich Spaß gemacht“, sagte Christine Köhn (30), die sich gegen Barmbek zweimal in die Torschützenliste eintrug. Den größten Anteil am knappen Sieg hatte indes Stammspielerin Lena Paltian (28), die vor drei Jahren zum HTN kam. Die Linkshänderin traf insgesamt elfmal, verwandelte dabei sieben Siebenmeter.
„In diesem Spiel haben alle unheimlich toll gekämpft. Auch unsere Torhüterin Marieke Ende hat eine starke Leistung gebracht. Das war wirklich beeindruckend“, sagte Bernd Haarbrücker.
Lautstark unterstützt wurden die Frauen des HTN während ihrer Partie auch von den Männern des Vereins, die im Anschluss ebenfalls ihre letzte Saisonpartie in der Hamburg-Liga gegen den Barmstedter MTV bestritten.
Da Spitzenreiter TV Fischbek tags zuvor sein Auswärtsspiel bei der HSG Pinnau deutlich mit 31:24 gewonnen hatte und nicht mehr von Platz eins verdrängt werden konnte, stand das HTN schon vor dem Anpfiff als Vizemeister fest. Für die Mannschaft von Trainer Florian Deppe ging es nur noch darum, im elften Rückrundenspiel den elften Sieg zu feiern.
HTN-Männer gewinnen alle elf Rückrundenpartien
Das gelang den Norderstedtern eindrucksvoll, indem sie sich mit 34:19 (19:8) gegen den mit vielen ehemaligen HTN-Akteuren bestückten BMTV durchsetzten. Vor vollen Rängen demonstrierten die Gastgeber im Schulzentrum Süd ein letztes Mal, was sie in der Saison 2018/2019 ausgezeichnet hat: Spielfreude, Tempohandball und Einsatz bis zur letzten Sekunde.
„Es ist einfach unbeschreiblich, wie wir als Team zusammengewachsen sind und was wir in der Rückrunde abgeliefert haben“, sagte Rückraumschütze Emil Aksanov. Der 26-Jährige, der vor einem Jahr vom Walddörfer SV nach Norderstedt kam, wird auch in der kommenden Spielzeit für das HTN auflaufen. Der Leistungsträger ist aber nicht der einzige Akteur, der seinem Verein die Treue hält. „Wir haben einige Anfragen von Spielern, die gerne zu uns kommen wollen. Das zeigt, dass in Norderstedt wieder attraktiver Handball geboten wird. Es macht Spaß, in diesem Team zu spielen“, sagte Deppe, der seinem Team erst einmal eine Woche Pause verordnet hat.
Die Saisonabschlussfahrt geht nach Bulgarien
„Wir machen dann noch ein paar Übungseinheiten, in denen sich die potenziellen Neuzugänge präsentieren können. Und im Juli geht’s dann wieder richtig los“, sagte Florian Deppe, der sich – wie Spieler und Betreuer – auf die Abschlussfahrt nach Bulgarien freut. Der Sprung in die Oberliga ist vorerst vom Tisch. Es sei denn, durch die Konstellation in den oberen Ligen gibt es doch noch Aufstiegsspiele. „Das ist aber sehr unwahrscheinlich“, sagt Deppe.

Tore der HTN-Frauen: Lena Paltian (11/davon 7 Siebenmeter), Janina Besser (4), Christine Köhn, Jessica Ruhser (je 2), Karina Hubert, Lina Lange, Tasha Krönert (je 1).
Tore der HTN-Männer: Emil Aksanov (8), Julian Uwiss (5), Tom Dippert (4), Felix Henka (4/2), Frederik Gadeberg, Tom Minners (je 3), Jan-Philipp Sellhorn, Ole Werner (je 2), Felix Minners, Benjamin Etzdorf, Yannick Jensen (je 1).

Erschienen im Hamburger Abendblatt, Regionalausgabe Norderstedt, am 02. April 2019.

02. April 2019

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